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Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)
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Die Christlich-Demokratische Union Deutschlandscite-ref-3[3] (CDU) â kurz auch als Ost-CDU oder auch CDUD bezeichnet â war eine Blockpartei in der DDR. Im Juni 1945 als Ăźberkonfessionelle christliche politische Partei in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) gegrĂźndet, hatte sie sich bereits in den ersten Jahren ihres Bestehens der SED unterordnen mĂźssen. Sie ging 1990 in der gesamtdeutschen CDU auf.
Contents
⢠Innere Struktur
⢠Kreisverbände
⢠Bezirksverbände
⢠Geschichte
⢠Grßndung
⢠Personen
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
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Innere Struktur
Die CDU verabschiedete im Oktober 1952 ihre erste Satzung. Diese wurde im Oktober 1982 abgelĂśst durch eine neue Satzung, die bis zur Ăbernahme der Partei durch die West-CDU 1990 galt. Die Partei war in Ortsgruppen, Kreisverbände und Bezirksverbände gegliedert. Die Parteimitglieder nannten sich âUnionsfreundeâ. Zentrales Organ der Partei war die Tageszeitung Neue Zeit aus dem Union Verlag. AuĂerdem wurden fĂźr die Bezirke der DDR fĂźnf regionale Zeitungen herausgegeben:
⢠Die Union (Dresden, Leipzig, Karl-Marx-Stadt)
⢠Der Neue Weg (Halle, Magdeburg)
⢠Thßringer Tageblatt (Erfurt, Gera, Suhl)
⢠Der Demokrat (Rostock, Schwerin, Neubrandenburg)
⢠Märkische Union (Cottbus, Potsdam, Frankfurt/Oder)
Die Funktionäre erhielten die Monatszeitschrift âUnion teilt mitâ. Zentraler Sitz war das Otto-Nuschke-Haus in Berlin. Die zentrale Bildungsstätte der DDR-CDU âOtto Nuschkeâ war im Schloss Burgscheidungen an der Unstrut. Sie gab, in Verbindung mit der Parteileitung der CDU, die âHefte aus Burgscheidungenâ heraus.cite-ref-4[4] An verdiente Parteimitglieder wurde das âOtto-Nuschke-Ehrenzeichenâ verliehen.
Kreisverbände
Den knapp 200 Kreisverbänden kam eine wichtige Rolle zwischen Parteifßhrung und einfacher Mitgliedschaft zu.
Jeder Kreisverband verfßgte ßber einen hauptamtlichen, d. h. besoldeten Kreissekretär. Die ßbrigen Posten der Kreisvorstände waren ehrenamtlich. Die Aufgabe des Kreissekretärs war es einerseits, die Weisungen der hÜheren Parteigliederungen nach unten umzusetzen (siehe auch: Demokratischer Zentralismus). Andererseits sollte er auch das Sprachrohr der Basis sein. Hierzu lieferte er einmal im Monat an Bezirks- und Parteileitung Informationsberichte. In der Praxis kamen die Kreissekretäre der Mittlerfunktion von unten nach oben jedoch meist nur ungenßgend nach, so dass nichtssagende und schÜngefärbte Berichte die Regel waren. Die Vorsitzenden der Partei bis hin zu den Kreisvorsitzenden wurden innerhalb des SED-Nomenklaturasystems ausgewählt.
Das formal hÜchste Organ der Kreisverbände, die Kreisdelegiertenkonferenz (KDK), tagte alle zwei bis drei Jahre.
Nach der Wiedervereinigung wurde deutlich, dass auf der Kreisebene die Dichte der Kreisgeschäftsstellen und der dortigen Mitarbeiter im Vergleich zur westdeutschen Situation sehr viel hĂśher und finanziell nicht mehr tragbar war. Infolgedessen wurden in den folgenden Jahren â auch im Rahmen der laufenden Kreiszusammenlegungen â Kreisverbände und insbesondere Kreisgeschäftsstellen massiv zusammengelegt und Personal eher ehrenamtlich beschäftigt.
Bezirksverbände
In jedem der 15 Bezirke der DDR existierte ein eigener Verband der CDU. Wie bei den Kreisverbänden tagte auch hier das formal hÜchste Organ, die Bezirksdelegiertenkonferenz (BDK), alle zwei bis drei Jahre.
Organe auf DDR-Ebene
HĂśchstes Organ der CDU war der Parteitag. Dort wurde der Hauptvorstand gewählt. Dieser wiederum bestimmte das Präsidium und das Sekretariat. Der Parteitag wurde seit 1960 alle vier Jahre einberufen. Von 1972 an tagte er nur noch alle fĂźnf Jahre. Der Hauptvorstand der Partei tagte mindestens zweimal im Jahr und umfasste neben dem Parteivorsitzenden und seinen Stellvertretern mehr als 100 Mitglieder. Die eigentliche Arbeit fand daher im Präsidium des Hauptvorstandes, welches bis 1960 Politischer Ausschuss hieĂ, und vor allem im Sekretariat des Hauptvorstandes statt. Das Sekretariat setzte sich aus dem Parteivorsitzenden, seinen Stellvertretern, den Sekretären des Hauptvorstandes sowie einigen anderen Funktionären zusammen. Es hatte die satzungsmäĂige Aufgabe, mit den FĂźhrungen der Ăźbrigen Blockparteien und mit dem Staatsapparat zusammenzuarbeiten.
Sitz des Hauptvorstandes war seit Mitte der 1980er Jahre das Otto-Nuschke-Haus, ein 1981â1985 errichtetes Gebäude am Berliner Gendarmenmarkt.
Geschichte
GrĂźndung
Bereits am 10. Juni 1945, frĂźher als die Westalliiertencite-ref-5[5], hatte die Sowjetische Militäradministration in Deutschland (SMAD) die Etablierung antifaschistisch-demokratischer Parteien in der Sowjetischen Besatzungszone zugelassen, um den Prozess der Parteibildung in Deutschland zu beeinflussen. Sämtliche Parteizentralen und die Erscheinungsorte der jeweiligen Parteizeitungen lagen im sowjetischen Sektor von Berlin, das als Viersektorenstadt Sitz des Alliierten Kontrollrats war.cite-ref-6[6] Die Reichsgeschäftsstellecite-ref-7[7] der CDU fĂźr die Landesverbände der CDU in der SBZ hatte ihren Sitz in der JägerstraĂe 59/60 in Berlin-Mitte.
Die CDU wurde am 26. Juni 1945 in Berlin gegrßndet. Zu den Grßndungsmitgliedern zählten u. a. Jakob Kaiser, Ernst Lemmer, Walther Schreiber und der Widerstandskämpfer gegen die Nationalsozialisten, Andreas Hermes, der als erster Vorsitzender der CDU in der SBZ gewählt wurde. In der ersten Zeit vertrat die CDU wie ihre Schwesterparteien im Westen eine christlich-soziale, auf parlamentarisch-demokratische Verhältnisse zielende Politik. Sie trat fßr die Wiedervereinigung Deutschlands ein und stand in ständiger Auseinandersetzung mit der KPD/SED, die in ihrem Fßhrungsanspruch von der SMAD unterstßtzt wurden.
Eine gesamtdeutsche CDU konnte es aufgrund der Lizenzbestimmungen der Besatzungsmächte nicht geben. Auf dem Reichstreffen der CDU in Bad Godesberg im Dezember 1945 einigte man sich auf den reichsweit (auĂer Bayern) einheitlichen Namen CDU. Bis zum Prozess der Blockparteiwerdung der Ost-CDU erfolgte die reichsweite Koordinierung der politischen Arbeit der Union im âZonenverbindungsausschussâ. An der Mitwirkung hier wurden die CDU-Vertreter der SBZ durch die SMAD gehindert. Vom 15. bis 17. Juni 1946 fand ein Parteitag der CDU in Berlin statt. Die Offizielle Tagungspostkarte, warb â neben dem Anschriftenfeld â mit den Worten: âGeboren aus der Zeit, gerufen fĂźr die Zeit â die Partei des neuen Deutschlands.â Auf der Karte konnte ein postalischer Sonderstempel Verwendung finden. Beide trugen das Partei-Emblem âCDUâ. Die Berliner Tagung der Christlich-Demokratischen Union im Jahr 1946 wurde als 1. Parteitag der Ost-CDU gezählt.cite-ref-8[8]
Politische Anpassung an die SED
Die MÜglichkeiten, christlich-demokratische Politik in der SBZ umzusetzen, wurden jedoch bereits nach kurzer Zeit unterbunden. Erstes Konfliktfeld war die ab Herbst 1945 auf Befehl der SMAD durchgefßhrte Bodenreform. Der Vorstand der CDU sprach sich gegen dieses Vorhaben aus. Hermes und Schreiber wurden daraufhin auf Befehl der SMAD als Vorstände abgesetzt. Ebenso erging es seinem Nachfolger Jakob Kaiser wenige Monate nach Amtsantritt. Ihm gelang es trotz massiver Repressalien, einen Aufbau einer Parteiorganisation in der SBZ durchzufßhren. Während seiner Amtszeit hatte die Partei die nie wieder erreichte Zahl von 218.200 Mitgliedern.cite-ref-9[9]
Trotz umfangreicher Behinderungen und Nichtzulassung vieler Orts- und Kreisverbände gelang es bei den halbfreien Landtagswahlen im Oktober 1946, 24,5 Prozent der Stimmen zu erreichen.
Da es der SMAD nicht gelungen war, eine absolute Mehrheit fßr die (aus SPD und KPD zwangsvereinigte) SED zu erreichen, erhÜhte sie den Druck auf die demokratischen Parteien. Hierzu zählte die Verweigerung von Papier und DruckmÜglichkeiten, die Nichtzulassung von Gliederungen der Partei und Kandidaten zu Wahlen, aber auch die Vertreibung und Verhaftung fßhrender Mitglieder.
Mit der Absetzung des demokratisch gewählten Parteivorstandes am 20. Dezember 1947 endete die MĂśglichkeit der CDU, ihre Positionen selbst bestimmen zu kĂśnnen. Vorangegangen war Kaisers aufsehenerregende Rede auf dem 2. Parteitag der CDU in Berlin am 6. September 1947, in der Kaiser forderte, die CDU mĂźsse âWellenbrecher des dogmatischen Marxismus und seiner totalitären Tendenzenâ sein.
Die Arbeit der CDU wurde in vielfältiger Weise durch die SMAD behindert. Alle Veranstaltungen der CDU, auch interne, bedurften der Genehmigung durch die SMAD. Hierzu waren vorab Texte von Reden oder EntschlieĂungen vorzulegen. BeschlĂźsse unterlagen der Zustimmungspflicht der SMAD. Auch gab die SMAD vielfach die Beschlusstexte vor. Die CDU erhielt nur Bruchteile der Zuweisungen an Papier und Druckkapazitäten, die der SED zugeteilt wurden. Die Publikationen der CDU unterlagen der Zensur. Es kam zu einer Vielzahl von Verhaftungen und Entlassungen.cite-ref-10[10]
Die CDU wurde nach und nach von so genannten âreaktionären Elementen gereinigtâ. Das PolitbĂźro der SED hatte bereits 1949/1950 entsprechende BeschlĂźsse gefasst, um einen Keil zwischen die anpassungsfähigen Funktionäre und die Ăźberzeugten Anhänger der parlamentarischen Demokratie zu treiben. 1950 wurden widerspenstige CDU-Politiker wie Hugo Hickmann â Landesvorsitzender in Sachsen â sowie diverse CDU-Landesminister ausgeschaltet. Mit ihnen war die letzte Widerstandskraft der Union gebrochen. Auf ihrem 6. Parteitag im Oktober 1952 erkannte die CDU die fĂźhrende Rolle der SED âvorbehaltlosâ an. Die Annahme von SED-Positionen war weitgehend abgeschlossen. Verbunden mit dieser Annäherung war ein erheblicher Mitgliederschwund. Von ungefähr 200.000 Mitgliedern im Jahre 1947 waren durch Flucht, Austritt und Ausschluss 1950 ein Viertel ausgeschieden.cite-ref-11[11]
1950 kam es im Zusammenhang mit dem erzwungenen Rßcktritt des sächsischen CDU-Vorsitzenden Hugo Hickmann erneut zu einer Verfolgungswelle. In der Folge stieg die Zahl der CDU-Mitglieder, die verhaftet wurden oder aus der DDR flßchteten, stark an. 1950 zählte das CDU-Ostbßro 118 Verhaftungen von CDU-Mitgliedern aus politischen Grßnden gegenßber 61 im Jahr zuvor. Auch in den Folgejahren blieb die Zahl der Verhaftungen auf dem Niveau von 1950. Waren 1949 im Schnitt monatlich 20 Parteimitglieder in den Westen geflohen, waren es 1950 ßber 100. Die zunehmende Repression zeigte auch in den Folgejahren die Wirkung kontinuierlich steigender Fluchtzahlen. Der HÜhepunkt der Fluchtbewegung war im März 1953 erreicht, als 691 CDU-Mitglieder in den Westen flohen. Diese Flucht trug gleichzeitig zu einer Zementierung der SED-Nähe bei. In der DDR blieben Mitläufer und Resignierte.cite-ref-12[12]
Widerstand
Aus den Reihen der Union bildeten sich Ende der 1940er Jahre eine Vielzahl lokaler illegaler Widerstandsgruppen. Alleine oder in Zusammenarbeit mit dem Ostbßro der CDU wurde versucht, dem Macht- und Meinungsmonopol der Kommunisten entgegenzuwirken. Der Preis dieser Aktivitäten war die Verhaftung vieler Demokraten. Beispielhaft stellt Gßnther Buchstab 2.283 Opfer dieser Verfolgungen in Kurzbiographien dar.cite-ref-13[13]
Am 9. März 1972 gab es in der Volkskammer zum ersten und einzigen Mal in ihrer vierzigjährigen Geschichte bis zur 1989er Revolution bei der Abstimmung zum Gesetz Ăźber die Unterbrechung der Schwangerschaft Gegenstimmen. Sich den Bedenken der Kirchen anschlieĂend,cite-ref-14[14] stimmten 14 Abgeordnete der CDU â rund ein Viertel der Fraktionsmitglieder â gegen das Gesetz, acht Abgeordnete enthielten sich der Stimme.cite-ref-ww-krk-1999-s181-15-0[15]
Exil-CDU und OstbĂźro
Da eine freie Parteiarbeit in der SBZ nach dem Blockbeitritt der CDU nicht mehr mĂśglich war, bildete sich 1950 in der Bundesrepublik die Exil-CDU, eine Organisation der aus der SBZ bzw. DDR geflĂźchteten Mitglieder der CDU der SBZ. Diese wurde von der Bundes-CDU als Vertretung der Christdemokraten in der DDR angesehen und einem Landesverband gleichgestellt.
Alleine von den 14 gewählten Mitgliedern des Hauptvorstandes der SBZ-CDU waren 10 in den Westen gegangen. Diese luden die Delegierten des 2. Parteitages von 1947 zum 1. Parteitag der Exil-CDU am 24. und 25. September 1950 in Berlin ein. Ăber 200 emigrierte Christdemokraten aus der DDR nahmen teil.
Die Exil-CDU bestand bis zur Wiedervereinigung.
Die operative Arbeit der Exil-CDU wurde durch das Ostbßro der CDU durchgefßhrt. Es bildete sich aus dem West-Berliner Bßro Jakob Kaisers, das dieser auch nach seinem Eintritt als Bundesminister fßr gesamtdeutsche Fragen im Kabinett Adenauers beibehielt. Neben der Organisation der Exil-CDU bestand ein wesentlicher Teil der Arbeit in der Unterstßtzung des Widerstandes in der DDR sowie der Unterstßtzung der demokratischen Kräfte in der DDR-CDU. Von 1949 bis 1959 stand das Ost-Bßro unter der Leitung von Werner JÜhren. Nach seinem Tod und dem Bau der Berliner Mauer 1961 verlor das Bßro seine Bedeutung.
Kontakte zum OstbĂźro der CDU waren in der DDR streng verboten. Eine Vielzahl von Verhaftungen und Schauprozessen erfolgte wegen des Vorwurfs der Zusammenarbeit mit dem OstbĂźro, u. a. auch der des DDR-AuĂenministers Georg Dertinger.
Blockpartei
Resultierend aus der Politik der Sowjetunion kam es zu einer allmählichen Umformung der CDU zu einer Blockpartei. Der 6. Parteitag im Oktober 1952 bestätigte den pro-kommunistischen Kurs eines âchristlichen Realismusâ und die Ost-CDU definierte sich als âeine einschränkungslos sozialistische Parteiâ (Otto Nuschke). In den 22 âThesen des Christlichen Realismusâ bekannte sich die Ost-CDU âzur sozialistischen Gesellschaftâ (2. Fassung, 1952). Unter Verweis auf die âbeispielhafte Verwirklichungâ der von Karl Marx entwickelten âLehre zum Aufbau einer neuen besseren Gesellschaftsordnungâ in der Sowjetunion wurde in diesem auch betont, dass der Sozialismus den Christen heute âdie beste MĂśglichkeit zur Verwirklichung der Forderungen Christi und zur AusĂźbung praktischen Christentumsâ gebe. Die Partei erkannte die sozialistische Entwicklung seit dem 6. Parteitag ausdrĂźcklich âals geschichtlich notwendig und folgerichtigâ an.cite-ref-16[16]
Trotz aller BemĂźhungen der SED, die Ost-CDU vĂśllig gleichzuschalten, finden sich auch innerhalb der Partei noch in den fĂźnfziger und sechziger Jahren Anzeichen widerständigen Verhaltens einzelner Mitglieder. Entgegen dem Wunsch der ParteifĂźhrung war es nicht gelungen, die innere Opposition aus der Ost-CDU herauszudrängen oder auszuschlieĂen. Wiederholt protestierten Mitglieder gegen einzelne MaĂnahmen der StaatsfĂźhrung oder ihrer eigenen Partei. Ein zentraler Kritikpunkt war die indifferente Haltung der ParteifĂźhrung zur EinfĂźhrung der Jugendweihe in der DDR. Gerade in dieser fĂźr eine christliche Partei zentralen Frage hätten sich viele Mitglieder mehr Widerstand gegen die Bestrebungen der SED gewĂźnscht.
Die CDU etablierte ähnliche Parteistrukturen wie die SED, das VermÜgen der Partei wie auch der politische Kurs wurde von einigen wenigen Generalsekretären kontrolliert und die Mitglieder wurden in die gesellschaftlich-politischen Strukturen der DDR integriert. So waren ungefähr 30.000 Mitglieder in den Ausschßssen und Arbeitsgruppen der Nationalen Front, ßber 15.000 als Abgeordnete und Nachfolgekandidaten in den verschiedensten gewählten Vertretungen tätig und 52 Abgeordnete gehÜrten der Volkskammer an. Die CDU war im Präsidium der Volkskammer, im Staatsrat, im Ministerrat und dessen Präsidium, sowie in den Ürtlichen Räten (Rat der Stadt, Rat der Gemeinde, Rat des Stadtbezirks, Rat des Kreises) der DDR vertreten. Mit diesem Kurswechsel waren drastisch sinkende Mitgliederzahlen auf ein niedrig bleibendes Niveau verbunden (1947: 218.189, um 1958: 99.372, 1975: 107.682cite-ref-17[17]). Später folgte ein leichtes Wachstum auf 115.000 Mitglieder im Jahr 1977.cite-ref-18[18]
Die vergleichsweise kleineren Zahlen hatten allerdings auch zur Folge, dass manche meinten, âes sei ganz besonders schlau, nicht der SED, sondern einer Blockpartei beizutretenâ.cite-ref-19[19] Die Mitgliedschaft in der CDU zog also eine ganz besondere Klientel an: âDie Blockpartei-Mitglieder (wirkten) noch unaufrichtiger als die durchschnittlichen Genossen, denn sie schoben sich noch bedenkenloser als jene die kleinen Vorteile zu, deren Austausch fĂźr das Funktionieren der DDR-Gesellschaft so wichtig warâ.cite-ref-20[20] Der Volksmund bezeichnete die CDU und die anderen Blockparteien spĂśttisch als âBlockflĂśtenâ. Sie wurden mit VermĂśgen ausgestattet.
1989/1990
Ende 1989, mit der Wende und friedlichen Revolution in der DDR, legte die Ost-CDU ihre Rolle als Blockpartei ab. Am 28. Oktober 1989 verÜffentlichte die Partei in ihrem Organ Neue Zeit ein Grundsatzdokument, in dem sie sich als unabhängig und eigenständig definierte. In acht Punkten wurde darin unter anderem ein verändertes Üffentliches Leben, lebendige Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Gleichberechtigung aller Bßrger sowie ein neues Verhältnis zwischen Kirche und Staat gefordert.cite-ref-22[22] Der langjährige Parteivorsitzende Gerald GÜtting trat am 2. November 1989 zurßck.
Auf ihrem Sonderparteitag am 15./16. Dezember 1989 bekannte die DDR-CDU sich â entgegen ihren bisherigen langjährigen Bekenntnissen als âPartei des Sozialismusâ und Blockpartei und in Ăbereinstimmung mit der West-CDU â zur Marktwirtschaft und zur âEinheit der Nationâ.
Unter ihrem am 10. November 1989 neu gewählten Vorsitzenden Lothar de Maizière ging sie bei der Volkskammerwahl 1990 am 18. März in der âAllianz fĂźr Deutschlandâ zusammen mit dem Demokratischen Aufbruch (DA) und der Deutschen Sozialen Union (DSU) als Wahlsieger (zusammen 48 %) hervor. Die CDU erreichte 40,8 % der Stimmen und damit 163 der 400 Sitze in der Volkskammer. In den Bezirken Erfurt (56,3 %) und Suhl (50,6 %) erreichte sie die absolute Stimmenmehrheit. Am schwächsten schnitt sie in Ost-Berlin mit 18,3 % ab.
De Maizière wurde zum Ministerpräsidenten der DDR gewählt und bildete mit der SPD der DDR, dem Bund Freier Demokraten und den Allianz-Partnern DSU und DA eine groĂe Koalition. Mit Sabine Bergmann-Pohl stellte die CDU die letzte Präsidentin der Volkskammer und damit das letzte Staatsoberhaupt der Deutschen Demokratischen Republik. Am 1. und 2. Oktober 1990 vereinigte sich die Partei mit ihrer Schwesterpartei, der West-CDU. Lothar de Maizière wurde erster stellvertretender CDU-Vorsitzender.cite-ref-23[23]
Nach der Wende bildete auch die Ost-CDU die Vereinigungen der CDU, darunter die Junge Union, hervorgegangen aus Teilen der kirchlichen Jugend und die Senioren-Union. Auf der Grßndungsveranstaltung der SU am 18. April 1990 in der Zentrale der Ost-CDU in Berlin-Mitte, die inzwischen in Jakob-Kaiser-Haus umbenannt worden war, wurde Gisela Krßger, eine Theologin aus Schwerin, zur ersten Vorsitzenden gewählt. Anfang Dezember traten die Verbände der Senioren-Union der neuen Bundesländer dem Bundesverband bei. Im Bundesvorstand wurde Ulrich Braun aus Eberswalde als stellvertretender Vorsitzender mit dem Verantwortungsbereich neue Bundesländer gewählt.
VermĂśgen der Ost-CDU
Ein wesentliches Thema im Jahr 1990 war der Umgang mit dem VermĂśgen von Parteien und Massenorganisationen der DDR.
Während weitgehend unstrittig war, dass diese lediglich das ârechtsstaatlich erworbeneâ VermĂśgen behalten sollten, war naturgemäà schwer festzustellen, worin dieses bestand.
Bereits Anfang 1990 hatte der Vorstand der Ost-CDU beschlossen, sich von dem nicht-rechtsstaatlich erworbenen VermĂśgen zu trennen, ohne allerdings angeben zu kĂśnnen, worin dieses bestand. Die Umsetzung wurde somit auch in der Presse kritisiert, so schrieb z. B. der âSpiegelâ:
âFormal hat sich die CDU Anfang des Jahres [1990] von ihrem ParteivermĂśgen getrennt. Aber âdas Saubermachenâ (Korbella) hat an den Eigentumsverhältnissen eigentlich nichts geändert. Statt der VOB Union (VOB = Vereinigung Organisationseigener Betriebe) verwaltet nun eine âUnion GmbHâ das Eigentum [âŚ] VOB-Generaldirektor Wolfgang Frommhold blieb auch Chef der Union GmbH, und auch die Hauptgesellschafterin blieb â natĂźrlich â die CDU.â
â
Der Spiegel, 22/1990
Weiter heiĂt es in dem Artikel: âDie SED-Nachfolgerin PDS und die gewendeten Blockparteien haben so viel Grundbesitz und andere Annehmlichkeiten geerbt, daĂ sie allen Grund haben, das heikle Thema ruhenzulassen. Auch die Bonner Schwestern, CDU und FDP, die bei einer Vereinigung die lachenden Miterben wären, belassen es bei starken Worten. Profitieren kĂśnnten von der Ăśffentlichen Diskussion nur die Parteien, die es im SED-Staat entweder noch nicht oder nur im Untergrund gab: Sozialdemokraten, GrĂźne, Alternative â die ins Hintertreffen geratenen Vorreiter der Herbstrevolution, die weder GrundstĂźcke noch Parteihäuser, weder Verlage noch Zeitungen haben.âcite-ref-spiegel-28-mai-1990-24-1[24]
Die CDU verzichtete im Herbst 1990 endgĂźltig auf das nicht rechtsstaatlich erworbene VermĂśgen der Ost-CDU und der DBD. Dieser VermĂśgensteil wurde den AlteigentĂźmern zurĂźckgegeben bzw. fĂźr gemeinnĂźtzige Zwecke in den neuen Bundesländern verwendet.cite-ref-25[25] Nicht verzichtet hat die CDU dagegen laut Abschlussbericht der Unabhängigen Kommission zur ĂberprĂźfung des VermĂśgens der Parteien und Massenorganisationen der DDR (UKPV) vom 5. Juli 2006 auf das flĂźssige VermĂśgen der Ost-CDU in HĂśhe von 11,2 Mio. Euro. Mit Beitritt der Landesverbände der CDU der DDR in die CDU Deutschlands sind ihre Geldmittel auf diese Ăźbergegangen (etwa 8,1 Mio. DM = ca. 4 Mio. âŹ). Die auf sie Ăźbergegangenen Geldmittel des Vorstands der CDU der DDR (etwa 14,7 Mio. DM = 7,2 Mio. âŹ) stellte die CDU Deutschlands in ein Treuhand-Abwicklungs-SondervermĂśgen (TAS) ein, das als eigenständige, abgegrenzte VermĂśgensmasse gefĂźhrt wurde. Aus dem TAS wurden personelle AbwicklungsmaĂnahmen sowie die technische Ausstattung der Landes- und Kreisgeschäftsstellen finanziert.cite-ref-26[26]
So konnte sie einen Teil der Parteibßros und der Infrastruktur behalten, um kßnftige Wahlkämpfe zu fßhren. Aufgrund der finanziellen Situation nach dem VermÜgensverzicht musste der Parteiapparat stark verkleinert werden.
Ost-CDU und Staatssicherheit
Wie die anderen Organisationen wurde auch die CDU vom Ministerium fĂźr Staatssicherheit (MfS) beobachtet. HierfĂźr war von 1950 bis zum Sommer 1952 die Abteilung VI und ab Herbst 1952 die Abteilung V (unter Leitung von Bruno Beater und Fritz SchrĂśder) im MfS zuständig. Im November 1953 wurde die Kontrolle der âbĂźrgerlichen Parteienâ (neben der CDU auch die LDPD, NDPD und DBD) von der Hauptabteilung V/3 vorgenommen. Diese war neben der Ăberwachung der Blockparteien auch fĂźr die Ăberwachung der West-CDU, der Exil-CDU und des CDU-OstbĂźros verantwortlich.cite-ref-27[27] Erich Mielke legte in der Dienstanweisung 1/51 fest, dass er monatlich Berichte Ăźber die Landesvorstände der CDU erhalten sollte.cite-ref-28[28] Im Sommer 1981 wurde der Arbeitsbereich Blockparteien und Massenorganisationen als Referat III in die Hauptabteilung XX/1 eingegliedert.
Neben dem am 15./16. Dezember 1989 auf einem Sonderparteitag neu gewählten Parteivorsitzenden Lothar de Maizière wurden mit Horst Korbella, Rudolf Krause, Martin Kirchner und Karl-Hermann Steinberg vier seiner sechs Stellvertreter später als Inoffizielle Mitarbeiter des MfS belastet.
Auf der letzten Sitzung der freigewählten Volkskammer vom 28. September 1990 wurde die Verteilung der inoffiziellen Mitarbeiter (IM) des MfS unter den Abgeordneten bekannt: Die CDU fßhrte mit weitem Abstand (35), es folgten die FDP und PDS (11) sowie die Grßnen (2).cite-ref-29[29] Der Historiker Christoph Wunnicke betonte die im Vergleich zu anderen Blockparteien intensive Spitzeltätigkeit der CDU fßr die SED und das MfS gegen ihre spezifische Klientel: die Kirchen und die von ihr beheimatete Opposition.cite-ref-30[30]
Parteitage der Ost-CDU
1. Parteitag 15. â 17. Juni 1946 in Berlin
2. Parteitag 6. â 8. September 1947 in Berlin
3. Parteitag 18. â 20. September 1948 in Erfurt
4. Parteitag 12. â 13. November 1949 in Leipzig
5. Parteitag 15. â 17. September 1950 in Berlin
6. Parteitag 16. â 18. Oktober 1952 in Berlin
7. Parteitag 21. â 25. September 1954 in Weimar
8. Parteitag 12. â 15. September 1956 in Weimar
9. Parteitag 30. September â 3. Oktober 1958 in Dresden
10. Parteitag 22. â 25. Juni 1960 in Erfurt
11. Parteitag 30. September â 3. Oktober 1964 in Erfurt
12. Parteitag 2. â 5. Oktober 1968 in Erfurt
13. Parteitag 11. â 13. Oktober 1972 in Erfurt
14. Parteitag 12. â 14. Oktober 1977 in Dresden
15. Parteitag 13. â 15. Oktober 1982 in Dresden
16. Parteitag 14. â 16. Oktober 1987 in Dresden
17. Parteitag 15. â 16. Dezember 1989 in Berlin
Personen
Siehe auch
: Kategorie: CDU-Mitglied (DDR)
Parteivorsitzende
⢠1945 Andreas Hermes
⢠1946â1947 Jakob Kaiser
⢠1948â1957 Otto Nuschke
⢠1958â1966 August Bach
⢠1966â1989 Gerald GĂśtting
⢠1989 Wolfgang Heyl
⢠1989â1990 Lothar de Maizière
Generalsekretäre
⢠1946â1949 Georg Dertinger
⢠1949â1966 Gerald GĂśtting
⢠1966â1989 kein Generalsekretär (nach dem Tod von August Bach wurden die Ămter von Generalsekretär und Vorsitzendem zusammengelegt, das Amt des Generalsekretärs wurde erst mit der Wende wieder eingefĂźhrt)cite-ref-31[31]
⢠1989â1990 Martin Kirchner
CDU-Mitglieder im Ministerrat der DDR
⢠Otto Nuschke (Stellvertretender Ministerpräsident 1949â1957)
⢠Luitpold Steidle (Minister fĂźr Arbeit und Gesundheitswesen 1949â1950 Minister fĂźr Gesundheitswesen 1949â1958)
⢠Georg Dertinger (Minister fĂźr Auswärtige Angelegenheiten 1949â1953)
⢠Friedrich Burmeister (Minister fĂźr Post- und Fernmeldewesen 1949â1963)
⢠Heinz Winkler (Minister fĂźr Bauwesen 1953â1958)
⢠Max Sefrin (Minister fĂźr Gesundheit 1958â1971, Stellvertretender Ministerpräsident 1958â1971, Mitglied des Präsidiums des Ministerrates 1965â1971)
⢠Rudolph Schulze (Stellvertretender Ministerpräsident 1971â1989, Minister fĂźr Post- und Fernmeldewesen 1963â1989)
⢠Lothar de Maizière (Stellvertretender Ministerpräsident 1989â1990, Ministerpräsident 1990)
⢠Gerhard Baumgärtel (Minister fĂźr Bauwesen 1989â90)
⢠Klaus Wolf (Minister fĂźr Post- und Fernmeldewesen 1989â1990)
⢠Peter-Michael Diestel (Innenminister 1990)
⢠Christa Schmidt (Ministerin fßr Familie und Frauen 1990)
⢠Herbert Schirmer (Minister fßr Kultur 1990)
⢠Horst Gibtner (Minister fßr Verkehr 1990)
⢠Gerhard Pohl (Minister fßr Wirtschaft 1990)
⢠Cordula Schubert (Ministerin fßr Jugend und Sport 1990)
⢠Jßrgen Kleditzsch (Minister fßr Gesundheitswesen 1990)
⢠Karl-Hermann Steinberg (Minister fßr Umwelt, Naturschutz, Energie und Reaktorsicherheit 1990)
⢠Klaus Reichenbach (Minister im Amt des Ministerpräsidenten [Amtsminister] 1990)
Siehe auch
Literatur
⢠Johann Baptist Gradl: Anfang unter dem Sowjetstern. Die CDU 1945â1948 in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. Verlag Wissenschaft und Politik, 1981, ISBN 3-8046-8584-6.
⢠Ralf Thomas Baus: Die Christlich-Demokratische Union Deutschlands in der sowjetisch besetzten Zone 1945 bis 1948. GrĂźndung â Programm â Politik (= Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte. Band 36). Droste, DĂźsseldorf 2001, ISBN 3-7700-1884-2.
⢠Christian von Ditfurth: BlockflĂśten â Wie die CDU ihre realsozialistische Vergangenheit verdrängt. Kiepenheuer & Witsch, KĂśln 1991, ISBN 3-462-02179-6.
⢠Peter Hermes: Die Christlich-Demokratische Union und die Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands im Jahre 1945. Verlag der Saarbrßcker Zeitung, Saarbrßcken 1963, DNB 573762759.
⢠Michael Richter: Die Ost-CDU 1948â1952. Zwischen Widerstand und Gleichschaltung (= Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte. Band 19). 2. Auflage. Droste, DĂźsseldorf 1991, ISBN 3-7700-0945-2.
⢠Michael Richter, Martin RiĂmann (Hrsg.): Die Ost-CDU. Beiträge zu ihrer Entstehung und Entwicklung (= Schriften des Hannah-Arendt-Instituts fĂźr Totalitarismusforschung. Band 2). KĂśln / Weimar / Wien 1995, ISBN 3-412-07895-6.
⢠Martin RiĂmann: Kaderschulung in der Ost-CDU. Zur geistigen Formierung einer Blockpartei 1949â1971 (= Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte. Band 27). Droste, DĂźsseldorf 1995, ISBN 3-7700-1874-5.
⢠Ute Schmidt: Von der Blockpartei zur Volkspartei? Die Ost-CDU im Umbruch 1989â1994 (= Schriften des Zentralinstituts fĂźr Sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin. Band 81). Opladen, Westdeutscher Verlag 1997, ISBN 3-531-12931-7.
⢠JĂźrgen Schmidt-Pohl: Christlich-Demokratische Union Deutschlands. Sichtbare und geheime Parteitransformation der CDUD in der SBZ und Mitverantwortungs-Diktatur DDR. Von der âkleinbĂźrgerlich-demokratischenâ Blockpartei der SBZ zum mitverantwortlichen BĂźndnispartner in der zweiten deutschen Diktatur. 2 Bände. Schwarzbuch-Archiv, Schwerin 2003, ISBN 3-934406-04-1.
⢠Sebastian Stude: Die CDU in der späten DDR. Zum Wirken der Bezirksverbände Magdeburg und Halle. (Hefte zur DDR-Geschichte. Band 114). Helle Panke, Berlin 2009, DNB 995399972.
⢠Bertram Triebel: Die Thßringer CDU in der SBZ/DDR. Blockpartei mit Eigeninteresse. Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin / Berlin 2019, ISBN 3-95721-569-2.
⢠Manfred Wilde: Die SBZ-CDU 1945â1947. Zwischen Kriegsende und kaltem Krieg. Utz, MĂźnchen 1998, ISBN 3-89675-322-3.
⢠Rigobert Wenzel: Die Anfangsjahre der CDU in ThĂźringen und auf dem Eichsfeld (1945â1950). Eine Dokumentation. Mecke, Duderstadt 2001, ISBN 3-932752-68-6.
⢠Christoph Wunnicke: Die Blockparteien der DDR. Kontinuitäten und Transformation 1945â1990 (= Schriftenreihe des Berliner Landesbeauftragten fĂźr die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR. Bd. 34). LStU Berlin, Berlin 2014, S. 66â95 (berlin.de PDF; 434 kB).
⢠Christoph Wunnicke: Personelle Kontinuität und Elitenwandel in den Parteien Brandenburgs â Von den Blockparteien zu CDU und FDP. In: Ehrhart Neubert, Mario Niemann, Christoph Wunnicke: Personelle Kontinuität und Elitenwandel in den Parteien Brandenburgs. Gutachten fĂźr die Enquete-Kommission âAufarbeitung der Geschichte und Bewältigung von Folgen der SED-Diktatur und des Ăbergangs in einen demokratischen Rechtsstaat im Land Brandenburgâ. Landtag Brandenburg, Potsdam 2011, S. 66â176 (landtag.brandenburg.de (Memento vom 31. Januar 2012 im Internet Archive) PDF; 1,2 MB).
⢠Stephan Zeidler: Auf dem Weg zur Kaderpartei? Zur Rolle der Ost-CDU in der inneren Entwicklung der DDR 1952â53. KovaÄ, Hamburg 1996, ISBN 3-86064-480-7.
⢠Stephan Zeidler: Die CDU in der DDR vor dem Mauerbau (1953â1961). Holos, Bonn 2001, ISBN 3-926216-91-3.
Weblinks
Commons
: Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Geschichte der CDU der DDR
⢠Katrin und Ralf Baus: Die Grßndung der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands in Brandenburg 1945. (PDF; 2,9 MB)
Einzelnachweise und Anmerkungen
cite-note-11. Waltraud BĂśhme et al. (Hrsg.): Kleines politisches WĂśrterbuch. Dietz Verlag, 1973, S. 139.
cite-note-22. Stephan Zeidler: Entstehung und Entwicklung der Ost-CDU 1945â1989. Zum Wandlungs- und GleichschaltungsprozeĂ einer Blockpartei. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Ausgabe Nr. 16â17/1996, (Onlinearchiv).
cite-note-33. â Die gleiche Schreibweise verwendet auch die Christlich Demokratische Union Deutschlands in der Kurzfassung ihres Grundsatzprogramms von 2007. Siehe: Kurzfassung des Grundsatzprogramms der CDU (PDF; 598 kB) (Memento vom 20. Dezember 2008 im Internet Archive)
cite-note-44. â "Hefte aus Burgscheidungen" in der Bibliothek der Konrad-Adenauer-Stiftung
cite-note-55. â J. B. Gradl: Anfang unter dem Sowjetstern. Die CDU 1945â1948 in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. Wissenschaft und Politik, KĂśln 1981, ISBN 3-8046-8584-6, S. 17 ff.
cite-note-66. â Manfred Wilde: Die SBZ-CDU 1945â1947. Zwischen Kriegsende und kaltem Krieg. Herbert Utz, MĂźnchen 1998, ISBN 3-89675-322-3, S. 109
cite-note-77. â Plakat der CDU von 1946, Abbildung 12 in: J. B. Gradl: Anfang unter dem Sowjetstern. Die CDU 1945-1948 in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. Wissenschaft und Politik, KĂśln 1981, ISBN 3-8046-8584-6, S. 17 ff.
cite-note-88. â Zeittafel der Geschichte der CDU (Untertitel), Hefte aus Burgscheidungen Nr. 207 (1977), Schlussredaktion Gerhard Fischer
cite-note-99. â Uwe MĂźller, Grit Hartmann: Vorwärts und vergessen! Kader, Spitzel und Komplizen: Das gefährliche Erbe der SED-Diktatur, Rowohlt Berlin, Berlin 2009, ISBN 3-87134-623-3, S. 111
cite-note-1010. â Richter: Die Ost CDU, S. 88â90.
cite-note-1111. â Ehrhart Neubert: Ein politischer Zweikampf in Deutschland. Freiburg 2002, ISBN 3-451-28016-7, S. 36â37
cite-note-1212. â Richter: Die Ost CDU. S. 403â405.
cite-note-1313. â GĂźnther Buchstab (Hrsg.): Verfolgt und entrechtet. Die Ausschaltung Christlicher Demokraten unter sowjetischer Besetzung und DDR-Herrschaft 1945â1961. 1998, ISBN 3-7700-1086-8.
cite-note-ww-krk-1999-s181-1515. â Werner Weidenfeld, Karl-Rudolf Korte: Handbuch zur deutschen Einheit, 1949â1989â1999. Campus Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-593-36240-6, S. 181.
cite-note-1616. â Christlich-Demokratische Union Deutschlands (CDU) [Ost] von Ralf G. Jahn.
cite-note-1818. â Walter VĂślkel: Nationale Front, Blockparteien, Gesellschaftliche Organisationen. In: GĂźnter Erbe, Gert-Joachim GlaeĂner (Hrsg.): Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in der DDR â Studientexte fĂźr die politische Bildung. 2. Auflage, Westdeutscher Verlag, Opladen 1980, ISBN 3-531-11486-7, S. 112â120, hier: S. 118.
cite-note-1919. â Bundeszentrale fĂźr politische Bildung, Stefan Wolle, Bonn 1999.
cite-note-2020. â Bundeszentrale fĂźr politische Bildung, Stefan Wolle, Bonn 1999, S. 111.
cite-note-2121. â CDU/CSU Kreuzritter des Kapitals. Ein Blaubuch, herausgegeben vom Sekretariat des Hauptvorstandes der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands Berlin. Autorenkollektiv; Sekretariat des Hauptvorstandes der Christlichen-Demokratischen Union (Hrsg.) 1968.
cite-note-2222. â Hannes Bahrmann, Christoph Links: Chronik der Wende. Die DDR zwischen 7. Oktober und 18. Dezember 1989. Christoph Links Verlag, Berlin 1994, ISBN 3-86153-081-3, S. 58.
cite-note-spiegel-28-mai-1990-2424. SED-VermĂśgen: Von ganz oben. In: Der Spiegel. Nr. 22, 1990, S. 98 f. (online).
cite-note-2525. â Siehe hierzu BT-Drs. 12/622 erster und BT-Drs. 12/6515 zweiter Zwischenbericht der Unabhängigen Kommission zur ĂberprĂźfung des VermĂśgens der Parteien und Massenorganisationen der DDR (UKPV)
cite-note-2626. â Abschlussbericht der UKPV vom 5. Juli 2006, S. 39 (PDF)
cite-note-2727. â Thomas Auerbach, Matthias Braun, Bernd Eisenfeld, Gesine von Prittwitz, Clemens Vollnhals: Hauptabteilung XX: Staatsapparat, Blockparteien, Kirchen, Kultur, Âťpolitischer UntergrundÂŤ (MfS-Handbuch). Hg. BStU. Berlin 2008. S. 81 ff. (Online).
cite-note-2828. â Dienstanweisung 1/51 des Staatssekretärs Mielke v. 15. November 1951 betr. Landesvorstände der LDP, CDU, NDPD, DBD, FDJ, DS, VdgB; BStU, MfS, BdL/Dok. 002062.
cite-note-2929. â TAZ Nr. 3223 Seite 2 vom 29. September 1990 173 Zeilen von TAZ-Bericht petra bornhĂśft
cite-note-3030. â Vgl. Christoph Wunnicke: Die Aufarbeitung der Geschichte der Blockparteien durch ihre Nachfolgeparteien. In: Das Bild von der DDR heute. Zum Umgang mit dem SED-Unrecht im vereinten Deutschland. 26. Bautzen-Forum der Friedrich-Ebert-Stiftung LandesbĂźro Sachsen, 28. und 29. Mai 2015, S. 44 f.
cite-note-3131. â Auszug aus dem Protokoll der Präsidiumssitzung des CDUD-Hauptvorstands vom 19. April 1966